KTSV Eupen - Handball in Eupen und Ostbelgien

Von Thomas Altenberg

Fast alle Hausaufgaben wurden nun erledigt. Nach der bitteren Niederlage in Overpelt gewann die KTSV Eupen vier Spiele in Serie, darunter auch gegen die Titelaspiranten Sint-Truiden und Sprimont. So besteht weiter Hoffnungen auf die Endrundenteilnahme. Im Heimspiel gegen Waasmunster mühte sich die Reinertz-Sieben allerdings zu einem 32:26.

„Das kann man bestimmt in die Kategorie Arbeitssieg klassieren. Es war nicht schlecht, aber bei weitem auch nicht gut. Unsere Leistung lässt sich am besten in Wellenform beschreiben. Es gab ordentliche Spielphasen, aber auch einige Minuten, in denen wir es uns unnötig schwer gemacht haben“, gibt KTSV-Trainer Philipp Reinertz zu. Pauline Pötgen kehrte bei der Heimmannschaft zurück in den Kader, während Reinertz erneut auf Louise Rouselle verzichten musste.

Gleich zu Beginn parierte Elisabeth Pohen den ersten Wurf der Gäste, bevor Lynn Buerschaper zur 1:0-Führung traf. Doch Eupen fand zunächst nur schwer in die Partie, und Waasmunster setzte sich mit 1:3 ab. Erst in der 13. Minute brachte Nolwen Dattolico ihr Team wieder in Führung (7:6).

Bis zur Halbzeit baute die Reinertz-Sieben den Vorsprung weiter aus und ging mit einem komfortablen 17:12 in die Pause. „Für mich war der Sieg ab der 15. Minute schon ungefährdet, auch wenn es letztlich auf dem Spielblatt nicht ganz so deutlich geworden ist“, sagt der Coach. Mitte der zweiten Halbzeit kämpfte sich Waasmunster wieder bis auf drei Tore heran, doch Lynn Buerschaper bewies Nervenstärke vor dem Tor und stellte auf 24:20. Spätestens als Laura Michel per Tempogegenstoß zum 27:21 traf und dabei die dritte Zeitstrafe sowie die Rote Karte (und anschließend auch die Blaue Karte) für Clarisse Mannechez erzwang, war die Partie entschieden. Kurz vor dem Schlusspfiff griffen die Unparteiischen erneut zur Roten Karte, diesmal nach einem Foul von Marie Van Helden. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Mante Van Damme souverän zum 32:26-Endstand.

„Die 26 Gegentore sind mir zu viel, vor allem wenn man unsere Abwehrleistungen gegen Sint-Truiden oder Sprimont im Vergleich dazu sieht. 32 geworfene Tore sind sicherlich nicht verkehrt, trotzdem haben wir im zweiten Durchgang viele gut herausgespielte Chancen liegen gelassen“, kommentiert Reinertz das Ergebnis. „Dennoch waren wir das bessere Team. Das hat im November noch ganz anders ausgesehen“, erinnert sich der Trainer.

Am Samstag steht das entscheidende Spiel der Saison an.

Damals verlor die KTSV 23:28 in der Meisterschaft und 33:34 im Viertelfinale des Landespokals gegen Waasmunster. Daraus zieht Reinertz nur das positive – und zwar der Schritt in die richtige Richtung.

Am Samstag steht das wohl entscheidende Spiel der Saison an. Die KTSV-Damen reisen nach Haacht, um gegen Atomix den Einzug in die Endrunde klarzumachen. „Wir werden zwei Schippen drauflegen müssen. Das wird ein geiles Spiel. Da Hubo gegen Sint-Truiden gewonnen hat (19:16), müssen wir wahrscheinlich mit fünf Toren Vorsprung gewinnen. Diese Woche wird auf jeden Fall der Taschenrechner ausgepackt und das Regelwerk analysiert“, schlussfolgert Philipp Reinertz.

Für die KTSV Eupen spielten und trafen: Geertrui Vautmans, Elisabeth Pohen – Marie Van Helden, Jenna Stadler, Eva Xhonneux (2), Cara Weyres (1), Pauline Pötgen, Janina Willems, Lynn Buerschaper (8), Erika Bearzatto (1), Lauranne Beckers (5), Nolwen Dattolico (5), Jodie Nüchtern (4), Laura Michel (2), Karen Schulze, Ilona Le Brigand (4)