GE: KTSV Eupen verliert: „Abwehr bleibt der Knackpunkt“

(von Thomas Altenberg)
Im letzten Auswärtsspiel vor der WM-Pause musste sich die KTSV gegen Hubo Handbal zum zweiten Mal in dieser Saison geschlagen geben. An seiner alten Wirkungsstätte musste KTSV-Trainer Jean-Luc Grandjean eine 32:38-Niederlage hinnehmen. Die zahlreichen Ausfälle beim Aufsteiger ließen die Comeback-Hoffnungen zum Schluss im Keim ersticken.

Damian Kedziora und Eupen mussten ohne Punkte auf die Heimreise. | Foto:Bernd Rosskamp

„Im Großen und Ganzen haben wir ein gutes Spiel gemacht. Es hätte ein bisschen mehr sein können, aber unsere Möglichkeiten waren begrenzt“, analysierte Kapitän Damian Kedziora. Gemeint sind damit die unzähligen Ausfälle, mit denen die KTSV momentan zu kämpfen hat.

Hubo Handbal 38:32 KTSV Eupen

Insbesondere der Rückraum ist vom Verletzungspech geplagt. Kim Schroeder, Stijn Joosten, Dennis Vlijm, Ken Kriescher und Aaron Brülls konnten ihre Mannschaft in Hasselt nicht auf der Platte unterstützen. Vor allem defensiv machte sich das bemerkbar. „Ein Spiel in der BENE-League mit nur drei Rückraumspielern zu gewinnen, ist nahezu unmöglich. Man stellt sich dann natürlich die Frage: Was wäre, wenn wir komplett gewesen wären? Aber diese Vermutungen bringen uns nicht weiter“, so der ältere Kedziora-Bruder.

KTSV-Trainer Grandjean | Foto: Bernd Rosskamp

Da sich Lukas Werner im Falle eines weiteres Einsatzes im Eupener BENE-League Kader „festgespielt“ hätte und der Schlussmann ein essenzieller Bestandteil der zweiten Mannschaft ist, trat Luca Kleyens dieses Mal als zweiter Torwart die Reise nach Hasselt zum

Fusionsverein Hubo Handbal an. Jérôme Majean erzielte das erste Tor, doch lag die KTSV nach fünf Minuten schon 2:5 zurück. Eupen kämpfte sich zurück und ging durch einen Doppelpack von Damian Kedziora sogar in Führung (8:6). Keine der Mannschaften schaffte es, das Ruder zu übernehmen – bis Hubo kurz vor der Halbzeit drei unbeantwortete Tore warf und eine „gemütliche“ Führung perfekt machte (15:19).

Im zweiten Durchgang erhöhte der Fusionsverein, bestehend aus Initia Hasselt und Handbal Tongeren, direkt auf 21. Doch Eupen ließ die Köpfe nicht hängen und kämpfte sich zwischenzeitlich auf drei Tore zurück (25:28, 45.). Doch fehlte den Eupenern am Ende wegen den fehlenden Rotationsmöglichkeiten die Kraft, um die Aufholjagd zu vollenden. „Es ist schon anstrengend genug, ein Comeback zu starten. Dann hat man während eins, zwei Minuten einen Durchhänger und Hubo zieht davon. Das ist sehr schwierig für uns“, erklärt Kedziora.

„Während des Spiels schaffen wir es nicht, unser Stellungsspiel zu korrigieren.“

Im Gegensatz zu vergangener Woche gegen Aalsmeer, war Eupen am Samstag nicht in der Lage, die in der Offensive verworfenen Bälle hinten aufzufangen. Nichtsdestotrotz zog Damian Kedziora positives aus dem Spiel raus: „Vorne haben wir viele einfache Tore gemacht. Ich hatte nicht erwartet, dass wir so oft so schnell vorne freistanden. Zudem haben wir auch sehr lange Angriffe gespielt, was in unserer jetzigen Situation nötig ist. Aber der größte Knackpunkt bleibt die Abwehr. Auch während des Spiels schaffen wir es nicht, unser Stellungsspiel zu korrigieren.“

Mit neun erzielten Toren bleibt Kedziora hinter Bevos Kaj Geenen der zweitbeste Torschütze der Liga. „Aber eigentlich interessiert mich das nicht. Ich würde lieber die Spiele gewinnen. Für mich persönlich läuft es momentan ziemlich gut. Ich gehe die Spiele sehr entspannt und ohne Druck an, vielleicht auch deswegen, weil ich etwas älter bin. Ich habe auch sehr viel Spaß beim Spielen.“

Für die KTSV Eupen spielten und trafen: Björn Alberts, Luca Kleyens, Max Schunck – Luka Lanchava, Jérôme Majean (5), Stef Eggen, Dennis Vlijm, Phillippe Cnyrim, Arthur Kubacki, Damian Kedziora (9), Thomas Mormont (4), David Denert (2), Bartosz Kedziora (7), Mikka Förster, Sid Hartel (5)

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