GE: „KTSV Eupen kassiert gegen direkten Konkurrenten Izegem zweite Heimniederlage in Folge“

Große Enttäuschung herrschte im Lager der Eupener Handballer am Samstagabend nach der 23:24-Heimniederlage gegen die bis dahin punktgleichen Gäste aus Izegem. Noch größer als die Enttäuschung war aber die Wut wegen des Gefühls von den Unparteiischen Jozef De Proft und Bernd-Alexander Bruneel verschaukelt worden zu sein.

KTSV-Trainer Blagojce Krstev war denn auch über alle Maßen wütend auf die Schiedsrichter: „Die Schiedsrichter haben in allen Bereichen zweierlei Maß angelegt, unter anderem bei der Bestrafung von Fouls und beim Zeitspiel. Hinzu kommt die Geschichte mit dem Tor, das nie gefallen ist. Wir haben heute gegen die Gäste und die Schiedsrichter gespielt. Heute hat der Handball verloren.“


KTSV Eupen 23 – 24 HBC Izegem


Krstev ging sogar noch einen Schritt weiter: „Nach dem Spiel gegen Amay, als uns wallonische Schiedsrichter betrogen haben, habe ich noch geschwiegen. Heute waren es dann zwei Flamen. Will man die Deutschsprachigen nicht? Ich kann nicht zulassen, dass meine Jungs derart verar…t werden.“

Dabei spielte eine „Szene“ Mitte der ersten Halbzeit eine entscheidende Rolle: Beim Stand von 5:5 erschien irrtümlicherweise ein sechster Treffer für die Gäste an der Anzeigetafel. Diesen Eingabefehler korrigierte der Anschreibertisch jedoch nicht unmittelbar, sondern erst als Izegem dieses Tor wirklich erzielte. Schiedsrichter De Proft bestand jedoch darauf, dass dieser Treffer gefallen sei.

Ab sofort war die Atmosphäre zwischen den Unparteiischen und den Gastgebern vergiftet, ohne dass dies zunächst größeren Einfluss auf den Spielstand und den Eupener 10:11-Rückstand zur Pause gehabt hätte.

Die Platzherren, deren Angriffseffizienz in der ersten Halbzeit zu wünschen übrig ließ, erwischten den besseren Start in den zweiten Durchgang und gingen bei 13:12 und 14:13 erstmals nach 30 Minuten in Führung. Das zweite Momentum dieses Spitzenspiels war ein Eupener Blackout zwischen der 37. und der 44. Minute. In schöner Regelmäßigkeit warfen die KTSV-Angreifer neben das Tor und auf den ausgezeichneten Arne Schonkeren im Izegemer Kasten. Die Gäste nahmen dieses unfreiwillige Gastgeschenk gerne an und erzielten sieben Tore über die erste und zweite Welle in Folge, 14:20.

„Meine Jungs hatten heute Abend mindestens einen, wenn nicht sogar zwei Punkte verdient.“

Mit dem Rücken zur Wand zeigte die Krstev-Sieben dann aber erstaunliche charakterliche Stärke und blies zur Aufholjagd. In dieser Phase waren es Adrian Lambertz und Gregory Lennertz, die ihre Mannschaftsgefährten ins Schlepptau nahmen. Linksaußen Lennertz traf dreimal in Folge, und so war der 22:23-Anschlusstreffer in der 55. Minute geschafft.

In einer ebenso hektischen wie torarmen Endphase schafften die Eupener den Ausgleich jedoch nicht mehr. „Auch weil die Schiedsrichter drei Minuten vor dem Abpfiff zum ersten Mal Stürmerfoul pfeifen, gegen uns natürlich. Sicherlich haben wir eine sehr schlechte Phase in der zweiten Halbzeit gehabt. Aber meine Jungs hatten heute Abend mindestens einen, wenn nicht sogar zwei Punkte verdient“, lautete „Baze“ Krstev abschließende Analyse.

Durch diese zweite Heimniederlage in Folge – die Eupener Vereinsführung erwägt einen Protest gegen die Wertung des Spiels einzulegen – muss die KTSV Eupen Izegem die alleinige Tabellenführung überlassen. Zwei Spieltage vor dem Ende der klassischen Meisterschaftsphase sieht es also so aus, als würden die Rot-Weißen als Zweiter – und damit mit einem Bonuspunkt weniger als Izegem – in die Play-off-Runde starten.

Vor dem Pokalviertelfinale am Mittwochabend (Anwurf 20.30 Uhr) gegen BeNe-Ligist Sporting NeLo müssen im Eupener Lager jedoch nicht nur die Wunden geleckt werden, sondern auch eine gründliche Selbstkritik durchgeführt werden. Bei aller vorbildlicher Moral waren vorrangig im Angriff Mankos vorhanden.

KTSV Eupen: Marco Demonthy, David Polfliet – Gregory Lennertz (6), Kim Schroeder (2), Ken Kriescher (2), Sid Hartel, Robin De Bruecker (1), Philippe Cnyrim (2), François Schreuer, Stephan Kirschfink (2), Aaron Brülls (6), Adrian Lambertz (2), Sascha Locht

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