GE: „Krstev-Sieben weiterhin von der Rolle“

Das Jahr 2018 ist aus Sicht der 1. Mannschaft der KTSV Eupener bislang alles andere als nach Wunsch verlaufen. Nach den zwei Pleiten gegen Kortrijk und Gent musste sich die Krstev-Sieben am Sonntagabend auch in Beyne geschlagen geben und kann sich nun wohl endgültig von den Abstiegsträumen verabschieden.

Es bräuchte nun schon mehrere Wunder, damit der Aufstieg aus der 2. in die 1. Division doch noch klappt.

Der Beginn der Partie, zur ungewöhnlichen Anwurfzeit am Sonntagabend um 18.15 Uhr, verlief aus Sicht der KTSV fast schon nach Wunsch. Die Krstev-Sieben kam gut ins Spiel und konnte den Spielverlauf erst einmal ausgeglichen gestalten.

Mitte des ersten Durchgangs lag die Mannschaft im Soll, und der Kater der letzten Woche schien durchgespült zu werden. Nach etwas mehr als 15 gespielten Minuten führten die Jungs vom Stockbergerweg auf fremdem Platz mit 8:5. Beyne nahm kurz danach eine Auszeit, die ihre Wirkung nicht verfehlen sollte. Denn innerhalb weniger Minuten war auf dem Platz alles wieder offen, 8:8.

Bis zur Pause entwickelte sich dann ein Duell auf Augenhöhe, in dem keiner der Kontrahenten es schaffte, sich entscheidend abzusetzen. 15:15 war dann auch der logische Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel folgte dann eine erste Schwächephase der Gäste aus Eupen, die der Krstev-Sieben rasch einen Rückstand von drei Toren einbrachte. Beyne schien auf Touren und konnte den Vorsprung zwischenzeitlich sogar bis auf fünf Treffer anwachsen lassen. Die dritte KTSV-Niederlage in Serie lag also in der Luft. Rund zehn Minuten vor dem Ende bäumte sich die KTSV noch einmal auf und verkürzte den Abstand auf zwei Tore.

Beynes erfahrener Trainer Goran Vukcevic nahm eine weitere Auszeit, die auch diesmal Wirkung zeigte. Während Beynes Spiel nun wieder funktionierte, konnte das von den Bemühungen der Rot-Weißen nicht gesagt werden.

Der Auftritt in Beyne, der als Wiederaufbau der Mannschaft gelten sollte, endete in einem Debakel. 32:25 wurde Eupen in Beyne abgefertigt: Das ist für eine Mannschaft mit Aufstiegsambitionen definitiv eine Abfuhr, die so nicht erwartet worden ist.

Der Abstand zu den Aufstiegsrängen ist nun bereits auf zehn Zähler angewachsen und die Chance, endlich wieder in der 1. Division spielen zu können, ist schwindend gering.

Von Aufstecken ist aber im Lager der Eupener Handballer noch keine Rede. Es wird sich weiterhin an die mathematische Möglichkeit geklammert, vielleicht doch noch den Aufstieg schaffen zu können. „Rechnerisch ist das noch nicht vorbei und so lange bleibt es auch ein Ziel. Mental ist es aber, denke ich, aus den meisten Köpfen raus,“ umschreibt KTSV-Vorstandsmitglied Tobias Falter die Gefühlslage bei der 1. Herrenmannschaft.

KTSV Eupen: Brian Dormann, Luc Havenith – Garry Braun (1), Aaron Brülls, Thibaut Verjans, Danny Flaiz (6), Sid Hartel (6), Nicolas Jansen, Andrijan Krstev (2), Adrian Lambertz, Gregory Lennertz (2), Pierre Pavlov (1), Adrian Veithen (5), Robin De Bruecker (4)

Bei den Damen ist die Gefühlslage ein wenig anders. Die KTSV-Damen eilen von Sieg zu Sieg, und es scheint nur eine Frage von Wochen zu sein, bis das die Reinertz-Sieben ihre Rückkehr in die 2. Nationalklasse feiern kann. Die Zweitvertretung des HC Brussels konnte den Damen aus der Weserstadt wenig Paroli bieten und mussten sich am Ende deutlich mit 11:38 geschlagen geben. (buck)