GE: In Wilrijk winkt der KTSV Eupen Sprung an die Tabellenspitze

Am Samstagabend kommt es zum Spitzenspiel der 2.Division zwischen Spitzenreiter Uilenspiegel und dem Tabellenzweiten Eupen. Im Falle eines Sieges beim Serienprimus winkt den Eupener Handballerinnen die Spitzenposition.

„In den vergangenen Monaten haben wir uns eine hervorragende Ausgangsposition erarbeitet. Hätte uns zu Saisonbeginn jemand gesagt, dass wir am 13. Spieltag auf dem zweiten Tabellenplatz stehen würden, hätten wir ihn belächelt,“ formulierte Eupens Trainer Philipp Reinertz seine Einschätzung der Ausgangslage aus Sicht des Aufsteigers.

Einige Monate später fährt die KTSV Eupen völlig ohne Druck als Herausforderer nach Wilrijk (Antwerpen) zum Traditionsverein HV Uilenspiegel.


Ohne Leistungsdruck zum Spitzenreiter nach Uilenspiegel


„Diese Entwicklung war so nicht zu erahnen, spricht aber für das Arbeitsverhalten meiner Mannschaft. ‚Alles kann, nichts muss’, lautet unsere Devise. Wir haben gelernt, dass wir an einem guten Tag gegen jedes Team gewinnen können. Unsere Qualitäten lassen es zu, dass wir uns mit den Besten auf Augenhöhe messen können. Wir wissen aber auch, dass man nicht immer einen guten Tag hat. Wir werden am Samstag gut vorbereitet und mit viel Vorfreude nach Uilenspiegel aufbrechen,“ zeigt sich Reinertz kampflustig.

Im Hinspiel mussten die Weserstädterinnen mit dezimiertem Kader – einige Spielerinnen fehlten wegen ihrer Abireise – gegen den Aufstiegsaspiranten antreten. Die Gäste waren damals nicht bereit, das Spiel zu einem anderen Zeitpunkt auszutragen. Etwas unglücklich wurde das Spiel gegen Uilenspiegel verloren. Eine Niederlage, die man im Lager der Rot-Weißen beileibe noch nicht vergessen hat.

„Inzwischen haben wir aber vor allem in der Defensive ein neues Level erreicht. Zudem haben wir uns an den Spielrhythmus der 2.Division gewöhnt. Personell werden wir mit komplettem Kader in die Begegnung gehen können, auch wenn einige Spielerinnen bis zum Wochenende noch kleinere Blessuren auskurieren müssen“, ist Reinertz zuversichtlich für den Samstagabend. Der zehnte Sieg in Serie wäre gleichbedeutend mit der Tabellenführung für die Weserstädterinnen. Das Wort Aufstieg will die KTSV Eupen aber noch nicht in den Mund nehmen.


Wir befassen uns überhaupt nicht mit dem Thema Aufstieg


„Wir befassen uns überhaupt nicht mit dem Thema Aufstieg. Die Saison ist noch lang, und es erwarten uns noch einige sehr schwere Aufgaben. Ein sportlich errungener Aufstieg sollte jedoch niemals ausgeschlagen werden. Ein solches Verhalten widerspricht jeglicher sportlicher Logik,“ zeigt sich Reinertz nicht abgeneigt, nur ein Jahr nach dem Aufstieg in die 2. Nationalklasse den Durchmarsch in die höchste Spielklasse des Landes zu schaffen. Die Planungen für die kommende Saison laufen bereits, und im Idealfall würde diese neue Spielzeit in der „Beletage“ des belgischen Damen-Handballs stattfinden.

„Die Planungen laufen seit einigen Wochen. Erste Infos werden in den kommenden Wochen wohl kommuniziert werden. Die Tatsache, dass sich ein Kader von Jahr zu Jahr ändert, ist völlig normal und gehört zum Sport wie die wöchentlichen Wettkämpfe. Uns steht kein riesiger Umbruch bevor, punktuelle Veränderungen kann es aber unter Umständen geben. Wir sind aber ziemlich gut vernetzt und betreiben eine gute Nachwuchsförderung, sodass wir sicherlich in der kommenden Saison ein noch mal verbessertes Team aufbieten werden. Das Thema Aufstieg spielt in diesem Prozess nur eine untergeordnete Rolle, weil wir das Team unabhängig von der Ligazugehörigkeit weiterentwickeln wollen,“ so Reinertz im Hinblick auf die nächste Saison. (buck)

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