Am heutigen Abend war das Team aus Houten in der E-Technik Arena zu Gast, um deren Heimerfolg zu bestätigen. Die beste Gelegenheit der Gastgeber aus Eupen mitsamt ihren Fans das Gegenteil zu beweisen. In Eupen hängen die Lorbeeren bekanntlich sehr hoch.
Bevor das Spiel starten konnte, stattete der amtierende Karnevalsprinz, seine Tollität Prinz Samuel mit seinen Paginen Kim und Lara, einen Besuch in der E-Technik Arena ab, um den KTSV Herren alle Gute und eine wichtigen Heimsieg zu wünschen.
Los ging es unter den Augen des Prinzen nebst kompletten Gefolge. Und es ging richtig gut los, 2-0 für Eupen durch 2 Treffer von Jérôme. Das war der erwünschte Start ins Spiel. 3-1 in der 3. Minute war ganz nach unserem Geschmack. Houten hielt gegen und kam auf 3-2 ran. Eupen agierte in den ersten Minuten mit sehr viel Selbstvertrauen, allen voran Jérôme mit 3 Treffern. In der 8. Minute zeigten die Schiedsrichter bereits die erste Zeitstrafe gegen Houten (6-6 8.).
Der schnellen Anfangsphase folgte ein etwas langsamere, in der sich beide Gegner einige direkte Fehler erlaubten und das Spiel auf der Stelle zu stehen schien. Ein Gegenangriff bescherte uns den ersten Strafwurf, den Damian zum 8-7 verwandelte. Mitte der Halbzeit stand es weiterhin Unentschieden 9-9. wir ließen bis dahin zu viele Chancen liegen, zum Glück auch der Gehber. Die erste Führung von Houten musste zur Auszeit genutzt werden, wir mussten uns neu „kalibrieren“.
Es ging mäßig, da wir uns weiterhin Unstimmigkeiten leisteten. 12-12 in der 22. Minute war ein deutliches Zeichen, keiner schenkte dem anderen etwas. Der 3. Strafwurf sorgte durch Damian für das 13-12. Eupen war erneut in Überzahl, schlug aber kein Profit davon. Ganz im Gegenteil, das 13-14 wurde gemacht. Kim zeigte eine weitere gute Reaktion und netzte seinen bereits 3. Treffer zum 14-14 ein. Jetzt war Houten dran die Nerven durch eine Auszeit zu beruhigen.
Beide Schiedsrichter zeigten Schwächen auf, die zu viel Unruhe im Spiel führten, leider mehr bei Eupen. Das 14-17 kurz vor Halbzeitpause war symptomatisch dafür. Wir suchten zu viel den direkten Kontakt ohne richtige Abstimmung im Angriff, das spielte der harten Abwehr von Houten in die Karten.
Halbzeitstand 14-17
Die 2. Halbzeit musste ein Wechsel herbeiführen. So durften wir nicht weiterspielen, wir mussten mehr als Team spielen und die richtige Torchance herausspielen, Einzelaktionen vermeiden. Kim holte einen weiteren Strafwurf raus, den Damian verwandelte, nur mehr 15-17. Das Duell ging weiter, 16-19 und jeder traf abwechselnd. Kim und Bartosz hielten uns auf 2 Tore Schlagdistanz. Unsere selbst verursachten Angriffsfehler wurden eiskalt durch Houten genutzt, um relativ einfache und schnelle Gegentore zu erzielen (19-23). 7 Feldspieler war die nächste Variante von Trainer Goran, was zum Erfolg verhalf, aber Houten ließ sich nicht beirren und hielt die 4 Tore Führung fest (42. Minute). Unsere Rückwärtsbewegung bei 7 Feldspielern war zu langsam, wir kassierten zu schnell ohne geordnete Abwehr den Gegentreffer (22-28).
Die Aufholjagd wurde durch Damian und Geoffrey eingeleitet mit 3 super herausgespielten Toren. Plötzlich stand es innerhalb von 1 Minute nur mehr 25-28. Jetzt musste der 8. Mann herhalten und uns puschen. Wir erkämpften uns mit viel Mühe ein Tor, was wir durch eine unsichere eigene Abwehr aufs Spiel setzten (26-30 49.). Emotionen und Spannung waren allemal im Spiel vorhanden. Houten zeigte leider keine Schwächephase und legte weiter nach zum 27-32. Ein Wechselfehler des Gegners belegte ihn mit einer 2. Minuten Zeitstrafe, war das die Möglichkeit Boden wett zu machen? Ja, Kim traf zum 29-32, es waren noch 8 Minuten zu spielen. Youri zeigte in der 2. Halbzeit Reaktion hielt einige tolle Würfe, unter anderem 2 Strafwürfe hintereinander. Es ging hitzig und hektisch rauf und runter. Hier war noch etwas drin für Eupen. Wie legten alles in die Waagschale, aber heute war es uns nicht gegönnt näher als 2 Tore ranzukommen. Das 31-35 3 Minuten vor Spielende war bereits vorentscheidend, wie es ausgehen würde. Das Spiel war heute stark bestimmt von harten Abwehraktionen, die auf beiden Seiten zu zahlreichen 7 Meter Strafwürfen geahndet wurden.
Am Ende war es ein bitteres 33-38 für Houten.